Bankberater zum Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz befragt

EBS Business School befragt Bankberater zum Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz

Wiesbaden/Rheingau, 03.05.2011

Regulierung zur Stärkung von Kundeninteressen

Das  Gesetz zur Neuregelung der Rechtsverhältnisse bei Schuldverschreibungen aus Gesamtemissionen und zur verbesserten Durchsetzbarkeit von Ansprüchen von Anlegern aus Falschberatung trug bereits zur Verschärfung der Beratungs- und Dokumentationspflichten von Banken in Form eines verpflichtenden Beratungsprotokolls bei. Zudem wurde die kurze Sonderverjährungsfrist des § 37a WpHG bei Schadensersatzansprüchen wegen Falschberatung bei Wertpapieranlagen gestrichen. Am 7. April 2011 wurde schließlich das Gesetz zur Stärkung des Anlegerschutzes und Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarkts (AnsFuG) im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die zur Verbesserung des Anlegerschutzes vorgesehenen Regelungen betreffen insbesondere das Produktinformationsblatt (PIB), eine strengere Reglementierung von Provisionen und sonstigen Zuwendungen sowie Regelungen zur Ausgestaltung des Vertriebs und zur Qualifikation und Registrierung von Beratern und Vertriebsbeauftragten in Form eines nicht öffentlichen Beraterregisters bei der BaFin.

Anlageberater im Regulierungsfokus

Insbesondere die Sanktionsmöglichkeiten der BaFin im Falle des Verstoßes gegen anlegerschützende Vorschriften betreffen nun den einzelnen Berater unmittelbar. So sind u.a. Bußgelder vorgesehen oder auch die Möglichkeit der BaFin, Wertpapierdienstleistungsunternehmen für eine Dauer von bis zu zwei Jahren den Einsatz von betroffenen Mitarbeitern in der angezeigten Tätigkeit zu untersagen.

Die inhaltlichen Grundlagen und die Ausrichtung der Beratung haben sich jenseits neuer Kontroll-, Haftungs- und Dokumentationspflichten indes in den letzten Jahren kaum geändert. So hat der Bundesgerichtshof bereits in den 1990er Jahren die Grundsätze der anleger- und objektgerechten Beratung aufgestellt.

Meinung der Berater gefragt

Angesichts der im Raum stehenden 300.000 Anlageberater stellt sich die Frage nach deren Standpunkt in der aktuellen Diskussion. Im Gegensatz zur Positionierung und Lobbyarbeit unabhängiger Finanzdienstleister im Zusammenhang mit vergleichbaren Regulierungsvorhaben, ist der Blickwinkel von Bankberatern – sieht man von den Verlautbarungen der Bankgewerkschaften ab – weitestgehend unbekannt.

EBS befragt Bankberater mit deutschlandweiter Studie – bereits 1.000 Berater haben teilgenommen

Aus diesem Grund hat das PFI Private Finance Institute der EBS Business School die Studie „Anlageberatung in Deutschland – The Bankers‘ View“ lanciert, an welcher sich bereits 1.000 Bankberater beteiligt haben. Die EBS Business School befragt damit erstmalig Bankberater zu ihrem Beratungsalltag und Ihrer Meinung zu aktuellen Regulierungsbemühungen. Um die Heterogenität der Anbieterstruktur im deutschen Privatkundengeschäft angemessen abbilden zu können, sind Anlage-, Wertpapier- und Kundenberater aller Institutsgruppen und Kundensegmente aufgerufen, sich an dieser Umfrage zu beteiligen. Die vollständige Beantwortung der Studie dauert ca. 15 Minuten. Studienteilnehmer können an der Verlosung zahlreicher, attraktiver Preise (wie z. B. drei iPad2) teilnehmen und sich für verschiedene Sachprämien sowie eine kostenlose Zusammenfassung der Studienergebnisse registrieren. Die Befragung ist vollständig anonym und ermöglicht keinerlei Rückschlüsse auf die Teilnehmer.

Zahlreiche Branchen- und Medienpartner, wie Elaxy, Gschwind Software, vwd group, Die Bank, Banken+Partner, Bankingclub, Bankingsnews, Bankmagazin, Börse Önline, Cash, Finance Forum Germany, finanztreff.de, Handelsblatt, Das Investment, Onvista, Portfolio International und Der Zertifikateberater unterstützen die Studie aktiv und dokumentieren so das große Interesse der Branche an der Meinung der Berater.

Im Rahmen des am 7. Juni 2011 in Wiesbaden stattfindenden Finance Forum Germany werden die Ergebnisse der Studie erstmalig vorgestellt.

Über www.ebs-umfrage.de können die Umfrage sowie weitere Hintergrundinformationen abgerufen werden.

Über das PFI Private Finance Institute

Das PFI Private Finance Institute und der Stiftungslehrstuhl Private Finance & Wealth Management der EBS Business School gehören zu den führenden deutschen Forschungs- und Weiterbildungseinrichtungen im Bereich der nachfrageorientierten Wealth Management-Forschung mit Schwerpunkten in den Bereichen Private Finance, Private Wealth Management und Financial Planning.

Über die EBS Universität für Wirtschaft und Recht (i.Gr.)

 

Die EBS Universität für Wirtschaft und Recht (i.Gr.) ist die erste Wirtschaftsuniversität in Deutschland.

Die EBS Business School bildet, als Pionier der deutschen Business Schools, seit 1971 künftige Führungspersönlichkeiten mit internationaler Perspektive aus. Als eine der renommiertesten Betriebswirtschaftlichen Fakultäten des Landes steht sie für wissenschaftliche Exzellenz in Forschung und Lehre, Innovation und Unternehmergeist. Forschung und Studium werden stetig ausgebaut, aktualisiert und internationalisiert. Im Verständnis der EBS bedeutet Leadership mehr als Gewinnmaximierung und Shareholder Value. Sie legt großen Wert darauf, dass die Studierenden ihre Persönlichkeit entwickeln können, soziale Verantwortung übernehmen, ethisch handeln, nachhaltig und werteorientiert entscheiden.

Die EBS Law School ist die jüngste juristische Fakultät in Deutschland. Als solche hat sie den Anspruch, auch die modernste und innovativste zu sein und in der deutschen Juristenausbildung neue Standards zu setzen. Ab Herbst 2011 bietet die EBS Law School am Standort Wiesbaden als erste und einzige Universität in Deutschland ein vollwertiges, klassisches Jurastudium mit integriertem Schwerpunkt im Wirtschaftsrecht an. Das Ausbildungsprofil geht vom klassischen Jura-Studium mit dem Abschlussziel der ersten juristischen Prüfung (früher: 1. Staatsexamen) aus. Mit dem Bachelor of Laws (LL.B.) und einem integrierten Master of Arts in Business erwerben die Absolventen der EBS Law School drei hochwertige Abschlüsse der EBS Law School und der EBS Business School in nur 4,5 Jahren. Partner der EBS Law School sind renommierte (Groß-) Kanzleien ebenso wie der Bundesgerichtshof, die Bundesrechtsanwaltskammer und der Deutsche Richterbund.
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